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Der Beginn mit dem Aikido-Training kann aus unterschiedlichsten Motivationen heraus erfolgen: Das Interesse an Kampfkunst allgemein, an der Philosophie des Aikido, die Budo-Künste des Fernen Ostens. Lust an natürlicher, gesunder, körperlicher Betätigung. Etwas Neues ausprobieren zu wollen. Die Faszination an der natürlichen Eleganz der Bewegungen im Aikido. Freunde oder Bekannte praktizieren es und empfehlen es aus eigener Erfahrungen heraus weiter. Eine Kampfkunst zu studieren welche fast unabhängig von den eigenen körperlichen Voraussetzungen in allen Aspekten bis ins hohe Alter erlernt und praktiziert werden kann. Der Wunsch innerhalb einer angenehmen und achtsamen Atmosphäre seine eigenen geistigen und körperlichen Möglichkeiten zu entdecken, zu erfahren und kreativ mit anderen Menschen weiter zu entwickeln. Über Selbstfindung, Meditation bis hin zu therapeutischen Aspekten sind die Gründe und Vorstellungen vielfältiger Natur und es gibt derer noch viele mehr. Eines verbindet diese jedoch ohne Unterschied allesamt: Um ans Ziel zu gelangen, muss der Erste Schritt getan werden!

BEGINNEN – STARTEN – ANFANGEN

So simpel dieser Gedanke klingt, ist er im Grunde auch. Das Loslassen von Einwänden, Zweifeln und Vorurteilen sich Selbst, Anderen und gegenüber neuen Erfahrungen und statt zu länger zu zögern eine Entscheidung zu treffen, ist der Erste Schritt, um selbst In Bewegung kommen und zu lernen.
Mit vielen Worten lässt sich viel beschreiben, jedoch gibt es nur eine Möglichkeit für sich persönlich herauszufinden was Aikido ist, wie man Aikido zur körperlichen und geistigen Entwicklung nutzen und im Sinne von michi – als ganzheitliche Lebensweise – anwenden kann:

ÜBEN – TRAINIEREN – PRAKTIZIEREN

Ist dieser erste Schritt getan, ergibt sich das Weitere von selbst. Je nach Intensität und Häufigkeit des Trainings wird sichtbar werden das niemand als „Meister geboren wird“ oder gar „vom Himmel fällt“. Kunst kommt von Können und Können erlangt man nur durch stetiges shugyo – ernsthaftes Üben -. Dies ist kein Alleinstellungsmerkmal von Aikido sondern hat allgemeine Gültigkeit. Deshalb ist jeder zu Beginn ein Anfänger und muss sich sein Können im Laufe der Zeit individuell erarbeiten.

Jedes Lebewesen ist einzigartig. Die individuelle Natur von uns Menschen, hinsichtlich unserer unterschiedlichen Voraussetzungen auf körperlicher und geistiger Ebene, steht dabei dem Erlernen von Aikido nicht entgegen. Im Gegenteil: Vielmehr ergibt sich erst dadurch die unbegrenzte Vielfalt im Lernprozess für jeden selbst.

Aikido entwickelt als dynamischer Prozess die Lust auf Neues und mit dem eigenen Lern-Fortschritt ein anderer Blick auf sich selbst und die Umwelt. Diese Veränderung bringt es Schritt für Schritt mit sich, das die ursprüngliche Motivation sich intensiviert oder in den Hintergrund tritt und sich in ein natürliches Bedürfnis nach harmonischer Bewegung im gesamten Leben verwandelt, in der Einklang von Körper und Geist gleichermaßen gefordert und gefördert werden.

Mit dem Training in einer kooperativen und achtsamen Atmosphäre, auf der Suche nach einer Lösung eigener Konflikte und der Suche nach dem eigenen Gleichgewicht erschließt sich Aikido durch gewissenhafte und ehrliche Arbeit.

onegai shimasu